Langer Akku-Atem

NVIDIA OPTIMUS NVIDIA OPTIMUS

Mit NVIDIA Optimus halten Performance-Laptops im Akkubetrieb länger durch. VR-Anwender und Gamer sollten jedoch Einschränkungen beachten.

Leistungsstarke, dedizierte Grafikkarten übernehmen in Laptops nicht nur die Berechnung hochauflösender 3D-Inhalte, um 4k-Displays oder VR-Headsets wie die HTC Vive und Oculus Rift beim Spielen mit einer konstant hohen Bildwiederholungsrate zu versorgen. Sie beschleunigen auch eine Vielzahl weiterer Berechnungsvorgänge und ermöglichen es Creative Professionals, ihre täglichen Aufgaben schneller und effizienter zu erledigen. Ob beim Transkodieren und Rendern von Videomaterial oder bei der professionellen Bildbearbeitung: Eine dedizierte Grafikkarte sorgt zwar für einen beachtlichen Leistungszuwachs, verbraucht dabei jedoch vergleichsweise viel Strom. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Akku des Laptops stärker belastet wird und die mögliche Betriebsdauer im mobilen Einsatz zusammenschrumpft.

An dieser Stelle setzt NVIDIA Optimus an und sorgt für eine ausgewogenere Balance zwischen Leistung und Akku-Laufzeit: Die performante, aber stromhungrige dedizierte GPU (dGPU) wird nur dann verwendet, wenn das Leistungsplus wirklich benötigt wird. In allen lastarmen Szenarien schaltet die Funktion hingegen automatisch auf die zwar vergleichsweise langsame, dafür aber deutlich sparsamere integrierte Grafikeinheit (iGPU) des Prozessors um. Für einfache Office-Anwendungen, das Betrachten von Videos oder zum Surfen im Internet reicht deren Leistung mühelos aus. Die Batterie wird weniger stark belastet, somit können entsprechend ausgestattete Laptops durch eine längere Akkulaufzeit punkten.

Nutzer von VR-Headsets sowie Gamer sollten sich jedoch die konzeptionsbedingten Einschränkungen vergegenwärtigen, die mit der Nutzung von NVIDIA Optimus einhergehen. Der technische Hintergrund: Die externen Grafikanschlüsse am Laptop sind meist direkt an die iGPU gekoppelt. Schaltet Optimus nun für anspruchsvolle Aufgaben auf die dGPU um, übernimmt diese lediglich die Berechnung, nicht aber die Bildausgabe. Fertig gerenderte Inhalte werden via PCI-Express and den Prozessor mit seiner intergierten Grafikeinheit zurückgeschickt und von hier aus zu den externen Grafikanschlüssen durchgeschleift. Wird nun ein VR-Headset mit dem HDMI-Ausgang des Laptops verbunden, sorgt der Umweg über die iGPU mitunter für so hohe Latenzen, dass die Darstellung trotz nominell starker Hardware stockt.

Aus diesem Grund verwenden wir möglichst Hauptplatinen-Designs, bei denen mindestens ein externer Anschluss direkt an die dGPU gekoppelt ist oder verzichten vollständig auf NVIDIA Optimus.

Für die Verwendung des integrierten Laptop-Display gilt darüber hinaus: Bei vielen Geräten geht die Implementierung von Optimus mit dem automatischen Verzicht auf NVIDIA G-SYNC einher. Nur wenn ein Mainboard mit Multiplexer (MUX) zum Einsatz kommt, besteht für den Anwender die Wahlmöglichkeit zwischen beiden Funktionen.

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